Hilfe für Milchbauern
Die Linke für Direktvertrieb und Schulmilch
Auf Anregung einer Wurmlinger Bürgerin diskutierte Die Linke beim Oberndorfer Stammtisch über die dramatische Lage der Milchbauern. Jeder fünfte Milchhof im Südwesten ist durch Dumpingpreise der Discounter in Existenznot.
Die Bauern können von 22 Cent pro Liter nicht leben. Trotzdem importieren Molkereien 1.800 Tonnen Billigmilch aus Ländern, in denen Kühe Gentechnik-Futter erhalten. Viele Milchbauern sind wütend über Merkels monatelange Hinhaltepolitik. „Die Bundesregierung tut in dieser globalen Krise für den Schutz der Milchbauern genauso wenig wie für den Schutz der industriellen Beschäftigten, alles Geld fließt den Banken und Spekulanten zu“, empörte sich Betriebsrat und Gemeinderatskandidat Klaus Walker. „Merkels Plan für Exportunterstützungen bei Milch nützt nur den Discountern, die zudem die Existenz der Bauern in den Empfängerländern durch EU-Dumpingpreise bedrohen“, kritisierte Emanuel Peter die Position der CDU. Als ersten Schritt unterstützt Die Linke die Forderung der Bauern nach einem Milchpreis von mindestens 40 Cent/ Liter und tritt für eine Kennzeichnungspflicht aus dem Herkunftsland ein, um die Qualität zu erhalten. Für Christine Glauder bedeutet „Global denken – lokal handeln“, in Rottenburg einen Direktvertrieb für Milch aufzubauen und mit Unterstützung der Stadt Milch kostenlos in Kitas und Schulen zu verteilen. „Gesunde Ernährungsgewohnheiten für qualitativ gute, gentechnikfreie Milch werden im frühen Alter geprägt.“ Die Gemeinde- und Ortschaftsratskandidatin wird deshalb weitere Gespräche mit Milchbauern in Rottenburg führen.
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