Was bedeutet wahre CDU-Kinderliebe?
• Einstieg in die Gebührenfreiheit im Kindergarten mit Beitragsfreiheit für das 1. Kindergartenjahr und völlige Beitragsfreiheit ab dem 3. Kind
(Quelle CDU Wahlprogramm 2009 Rottenburg)
Vor den Wahlen hatten „Erziehung und Kinderbetreuung, Familien, Schule und Bildung, Jugendliche, Senioren und Menschen mit Behinderung Priorität“ für die Rottenburger CDU (Wahlprospekt). In Köln unterstützt
Familienministerin von der Leyen sogar die Demonstration der über 30.000 Erzieherinnen. Nur einen Tag nach dem Ergebnis der Kommunalwahlen holt die CDU im „Kinderland“ zum Rundumschlag aus und will -wie in Steinheim an der Murr geschehen - höhere Kita-Gebühren durchsetzen. Sie lagen als „Landesrichtsatz“ der CDU/FDP-Regierung längst in den Schubladen und wurden den Wählern bewusst bis nach den Wahlen verschwiegen. Jetzt soll es landesweit heißen: Ab September für das erste Kind (unter drei Jahren) statt 162 Euro satte 250 Euro, also 54 % mehr, für das zweite Kind noch einmal 185 Euro. Der Landesverband katholischer Kindertagesstätten feiert in seiner Zeitung Tacheles diese einheitlichen Landesrichtsätze als „epochales Ereignis“ und gibt damit der sozialen Auslese im frühesten Kindesalter seinen kirchlichen Segen! Welcher Kurzarbeiter soll das zahlen? Welche alleinerziehende Mutter kann sich das leisten? Schon jetzt wachsen 45 Prozent der Kinder von Alleinerziehenden in diesem Bundesland in Armut auf, 10% mehr als im Bundesdurchschnitt. Ist das Armutsbekämpfung? Ich werde mich als Rottenburger Gemeinderat der Linken dafür einsetzen, dass es wie in Heilbronn auch hier endlich gebührenfreie Kitas, kleinere Gruppengrößen und mehr Erzieherinnen gibt.
Deshalb sind die Aufwertung der schweren Arbeit der Erzieherinnen ein Gebot der Stunde und ihr Streik gerechtfertigt!
Dr. Emanuel Peter
Gemeinderat der Linken Rottenburg
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