Politik

Die Linke strebt als soziale Opposition in den Landtag

Emanuel Peter

Vier Männer und eine Frau bewerben sich um Nominierung als Landtagskandidat im Wahlkreis Tübingen

 

Die Linke rechnet damit, 2011 in den Landtag einzuziehen. Vier Männer und eine Frau wollen sich in Tübingen aufstellen lassen. Der Wahlkreis Tübingen gilt als einer der aussichtsreichsten für die Linke in Südwürttemberg.

 

Die 43-jährige Soziologin und Religionswissenschaftlerin Claudia Haydt vertrat je fünf Jahre AL und Grüne im Tübinger Gemeinderat und im Kreistag, verließ die Partei aber 1999 wegen ihres Ja zum Kosovo-Einsatz. Haydt ist Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Inge Höger. Als Hauptmotiv ihrer Bewerbung nennt sie den Lissabon-Vertrag: Die europäische Gesetzgebung habe Einfluss bis hin zu den Kommunen. Dabei sei das Land die unterste Ebene, auf der man durch die Begleitgesetzgebung Einfluss nehmen könne.

 

 

 

Emanuel Peter, Kreisvorsitzender der Linken, tritt ebenfalls an. Der 58-jährige Lehrer versteht sich von seiner Biografie her als „Kosmopolit“.Er ist Stadtrat in Rottenburg, wo er seit zwanzig Jahren lebt. Er kandidiere, „weil wir eine starke soziale Opposition in diesem Land brauchen, das sozialen Egoismus als Regierungspolitik verkauft“.

 

 

 

Der 48-jährige Tübinger Stephan Lorent, den wir gestern nicht erreichten, ist Wirtschaftsinformatiker. Er engagiert sich unter anderem für selbstbestimmte Behindertenpolitik.

 

 

 

 

Der gelernte Bankkaufmann Wolfgang Schäfer wohnt in Hirrlingen. Der 51-jährige arbeitet als Versicherungsmakler und möchte, „dass jemand in den Landtag einzieht, der nicht aus dem Bildungsbürgertum kommt“. Viele Politiker „kennen die Basis gar nicht und wissen nicht, was ihre Gesetze bewirken“, kritisiert er. Er wolle ein Zeichen setzen, dass jemand Abgeordneter wird, „der in Rottenburg in einer Sozialwohnung aufgewachsen ist und nicht abgehoben hat“.

Die Linke werde „eine „soziale Opposition mit Rückgrat“ sein, die „endlich wieder die Interessen und den wachsenden Protest von Arbeitslosen, Beschäftigten, Familien und Kindern im Landtag einbringt“, kündigt der Kreisvorstand in einer Mitteilung an. Mit dem „Versagen in der Schulpolitik, dem Atomlobbyismus, dem Stuttgart-21-Wahnsinn, der Hilflosigkeit bei der Krisenüberwindung, der Vernachlässigung solider Gemeindefinanzen und den willkürlichen Sozialkürzungen auf dem Rücken von Kindern, Familien, Arbeitslosen und Rentnern“ werde „die Liste der schwarz-gelben Zumutungen täglich länger und unerträglicher“.

 

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Klassenfahrt zum Hindukusch

Bundeswehr sucht Kannonenfutter im Kassenzimmer

»Globale Konfliktvermeidung und Krisenbewältigung« sowie die »nationalen Interessen« Deutschlands sollen baden-württembergischen Schülern von nun an näher gebracht werden. Dazu unterzeichneten Kultusminister Helmut Rau (CDU) und Generalmajor Gert Wessels, Befehlshaber des regionalen Wehrbereichskommandos, am 4. Dezember vergangenen Jahres eine Kooperationsvereinbarung. Neben der Durchführung von Vortragsveranstaltungen in Klassenzimmern werden die 94 hauptamtlichen Jugendoffiziere der Bundeswehr - junge, rhetorisch geschulte Soldaten mit Führungserfahrung - nun auch in die Aus- und Fortbildung von Referendaren und Lehrkräften eingebunden.

 Es sollte ein Informationstag über "marktgängige Berufe bei der Bundeswehr" werden, für den 50 Schüler des Berufsbildungszentrums Plön in Schleswig-Holstein kürzlich in die Heeresflugabwehrschule Todendorf gefahren waren. So hatte es zumindest - und zwar ausschließlich - im Konzept der Bundeswehr gestanden, das Schulleiter Axel Böhm im Vorfeld erhalten hatte. Dass neben kriegsfernen Berufen wie Mechaniker oder Bürokaufmann auch ein Schießsimulator eine Rolle spielen würde, ahnte vorher keiner.

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Die Linke etabliert sich in Rottenburg !


Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Aktiven der Partei „Die Linke“ aus Rottenburg und Umgebung zur Gründung des Ortsverbandes Rottenburg-Hirrlingen-Starzach-Neustetten im Anker.

Nachdem der Stadtrat der Linken, Dr. Emanuel Peter, die Anwesenden begrüsste, blickte er zurück auf die Entstehung der Rottenburger Linke. Als Nachfolger der WASG verdreifachte sich die Mitgliederzahl der Partei seit ihrer Gründung. Durch den Gemeinderatswahlkampf zusammengeschweisst, entwickelte sich eine rege und sehr aktive Gruppe. Sie trug auch bestimmt viel dazu bei ein Drittes Kreistagsmandat für die Linke zu erkämpfen. Im Bundestagswahlkampf zeigte sich, dass der Slogan „Sozial auch nach der Wahl“ wirkte, weil er auch konsequent durchgeführt wird. So stimmte Die Linke in Fraktionsgemeinschaft mit der BFH als einzige gegen die Kita Gebührenerhöhung und mindestens

einmal im Monat ist Die Linke samstags mit einer Bürgersprechstunde auf dem Metzelplatz. Für über 7,6 % der Rottenburger mit ein Grund Ihre Stimme für die Linke abzugeben. In sieben Rottenburger Wahllokalen erzielten

Sie sogar zweistellige Ergebnisse. Der jüngste Erfolg, über alle Parteigrenzen hinweg  eine Resolution zum Rettungsschirm für Kommunen im Gemeinderat  einstimmig zu verabschieden, zeigt, dass Die Linke eine wichtige Kraft im Gemeinderat ist. Bernhard Strasdeit als Vertreter des Landesvorstandes der Linken referierte über die Bedeutung sozialer Politik vor Ort. Nur vor Ort zusammen mit den Menschen könnten Sie soziale Politik gestalten und voranbringen wie man es am Beispiel Rettungsschirm sieht.

Zum Vorstand wurden, geschlechterparitätisch besetzt, Christl Glauder, Isabell Groschke, Hans-Jürgen Petersen und Wolfgang Schäfer gewählt. Die Grenzen des Ortsverbandes verlaufen wie die Ortsgrenzen der oben genannten Gemeinden. Nach einer anregenden Diskussion über den überparteilichen Kommunalen Arbeitskreis der Linken bei dem jeder mitarbeiten kann, endete der offizielle Teil der Veranstaltung. Die Diskussion über ein Rottenburg der Zukunft mit 100 % regenerativer eigener Energieversorgung, die große Chancen für die Landwirtschaft in unserer Region bietet und wie in Güssing (Niederösterreich) auch viele Arbeitsplätze vor Ort schaffen würde, zog sich noch bis spät am Abend hin.

 

Gemeinderat Rottenburg beschließt einstimmig:

Rettungsschirm für die Kommunen!


Dr. Emanuel PeterSeit 1949 war die Finanzlage der Kommunen nicht so katastrophal wie jetzt. In diesem Jahr erwarten sie ein Defizit von 12 Mrd. Euro, 2011 bis 2013 bleiben die Milliardendefizite zweistellig, selbst wenn es einen Wirtschaftsaufschwung gäbe. Denn neben den fehlenden Einnahmen aus der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an Gemeinschaftssteuern bürdet der Bund den Kommunen bei den Unterkunftskosten für Bezieher von ALG II (Hartz IV) und bei der Eingliederung von Behinderten immer neue Kosten auf. Die Stuttgarter Landesregierung verletzt immer wieder das Konnexitätsprinzip „Wer bestellt, muss bezahlen“ und trägt zum kommunalen Finanzloch bei, indem sie die Kosten für die Kleinkindbetreuung künstlich herunterrechnet und den Kommunen 2007-2010 über 1,2 Mrd. Euro aus dem Finanzausgleich vorenthalten hat.

Viele Gemeinderäte und OberbürgermeisterInnen wie in Reutlingen, Hüfingen, Osnabrück, Frankfurt am Main ziehen jetzt die Reißleine und fordern zusammen mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund einen „Rettungsschirm für Kommunen“, um deren Finanzen durch neue Einnahmen dauerhaft zu sanieren. Sie sind gegen die Orgie an Sozialkürzungen (Schwimmbäder, Büchereien, Schulessen) und Gebührenerhöhungen für Müllabfuhr, Kitas, wie sie viele Städteräte von CDU und   gegen die Bevölkerung betreiben. Denn Städte und Gemeinden sind die Keimzelle unserer Demokratie und bestreiten 80 Prozent aller öffentlichen Investitionen! Deshalb werden Sozialkürzungen sie nicht nachhaltig aus der Finanznot bringen. Nach einer neuen Studie besteht ein Investitionsbedarf von 704 Mrd. Euro, weil notwendige Maßnahmen in Schulen, Straßen und beim Abwässer über Jahre verschleppt worden sind.

In Rottenburg hat der Gemeinderat jetzt einstimmig auf Antrag der drei Stadträte von BfH/ Die Linke von der Landes- und Bundesregierung einen Rettungsschirm für Kommunen gefordert. Dies hatte OB Neher (CDU) zunächst brüsk abgelehnt. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Hagner hatte ihn als eine Maßnahme bezeichnet, die den deutschen Staat wie in der DDR an die ‚Mauer’ fahren werde. Im Gemeinderat konnte die CDU-Fraktion den linken Antrag, der von SPD, Grünen und anderen unterstützt wurde, nur noch „erweitern“, Bund und Länder sollen die gesetzlichen Voraussetzungen für ‚nachhaltige und gesetzlich verankerte Finanzzuweisungen an die Städte und Gemeinden’ beschließen – 39 Stimmen dafür, eine Enthaltung.


Der Antrag von BfH/ Die Linke (Rottenburg):

Der Gemeinderat der Stadt Rottenburg am Neckar unterstützt die Forderung von Frau Oberbürgermeisterin Bosch und den OberbürgermeisterInen anderer Städte nach einer existenznotwendigen Erhöhung der Einnahmen. Der Gemeinderat tritt ein für einen „Rettungsschirm für Kommunen“, bezahlt von Bund und Land, damit sie ihre Pflichtaufgaben vollständig und dauerhaft erfüllen können.

Aus der Begründung:  Unsere Fraktion hält die Einführung einer Vermögenssteuer für Millionäre und einer Transaktionssteuer für unbedingt erforderlich, um die Staatseinnahmen kräftig zu erhöhen.

 

Gründung des Ortsverbandes DIE LINKE / Rottenburg-Hirrlingen-Starzach-Neustetten

Herzliche Einladung an alle Mitglieder und Interessierte:

 

Am Mittwoch, den 21.4.2010 um 19.00 Uhr:

Gasthaus Anker, Tübinger Straße 15, 72108 Rottenburg

 

Tagesordnung:

  • Begrüßung durch den Kreisvorstand Tübingen
  • Grußwort eines Vertreters des Landesvorstandes
  • Wahl des Vorstandes des Ortsverbandes
  • Beschlussfassung zur Satzung und zu den Grenzen des Ortsverbandes
  • Diskussion zu den nächsten Aufgaben im Ortsverband
  • sonstiges

Jetzt Farbe bekennen – für eine bessere Zukunft“


Wir sind für:

  • Arbeit die sich lohnt – mindestens 10,-- € Mindestlohn
  • Chancengleichheit in der Bildung – Gemeinschaftsschulen für alle
  • einen menschlichen Sozialstaat –Arbeitslosenversicherung und Soziale Hilfe Weg mit Hatz IV


ES LOHNT SICH - EINE SOZIALE, ZUKUNFTSFÄHIGE POLITIK IST AUCH IN ROTTENBURG MÖGLICH.

 

 
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